Regionsoberliga: Damen des MTV Seeesen gewinnen nervenaufreibenden Krimi mit 16:15 (7:6)
Seesen (FE). Die Erleichterung war groß, als der Schlusspfiff den nervenstrapazierenden Handballkrimi in Halle II beendete. Mit nur einem Tor Vorsprung gewannen die Damen des MTV Seesen gegen den einen Rang über ihnen platzierten Eintracht Braunschweig II 16:15 (7:6). Die Regionsoberligistinnen boten sich ein sehr kampfbetontes Spiel, aus dessen sich nicht einmal ein Team klar absetzte. Der Siegeswille war bis auf die Zuschauertribüne zu spüren und wirkte sich in aggressiven Abwehrleistungen aus. Offensichtlich war jedoch, dass der MTV gerade mal die Hälfte von dem zeigte, was er eigentlich schon oft bewies. So wäre eine höhere Tordifferenz nicht nur möglich, sondern Pflicht gewesen. Als eines der größten Defizite ihres Spiels erwies sich deren Chancenverwertung. Siebenmeter waren keine Geschenke für die Spielerinnen von Bernd Fabrytzek und Sandra Waligorski, und auch hundertprozentig sichere Tempogegenstöße erreichten alles andere als das Tor der Gastmannschaft. Der Angriff lief durchwachsen. Während teilweise gutanzusehende Kombinationen gespielt wurden, kämpfte man in einigen Phasen mühselig um jedes einzelne Tor. Demzufolge fielen nach den ersten 10 Minuten von beiden Seiten nur wenige Tore. Als nicht wegzudenken galt Kreisläuferin Fenja Oelhoff. Sie verwandelte Anspiele ihrer Mitspielerinnen ganze Neunmal und setzte sich immer wieder gegen die standhafte Abwehr der Eintracht durch. Auch auf Sandra Kiehne konnte sich die Mannschaft verlassen. Sie vernagelte ihr Tor nahezu und legte eine Spitzenleistung auf den Hallenboden. Nachdem sich der MTV aus dem ewigen Gleichstand einen komfortablen, aber dennoch nicht entscheidenden drei-Tore Vorsprung herausgespielt hatten, neigten die Seesenerinnen 15 Minuten vor Schluss, sich auszuruhen. Die Konsequenzen dafür bekamen sie schnell zu spüren. Eintracht kam auf ein Tor heran und sorgte in der letzten Minute mit einem gehaltenen Siebenmeter der Seesener noch einmal für Spannung. Deren Angriff konnte der MTV unterbinden und fuhr daraufhin die zwei Punkte ein. Somit kletterten sie von Rang sieben auf den sechsten Platz der Tabelle. Die Tatsache, dass der MTV im Hinspiel gegen Eintracht Braunschweig verlor, ist nur ein weiterer Beweis dafür, dass das Team gänzlich im Wettkampf angekommen ist, und dass sich Leistung und Teamharmonie sehr ins Positive verändert hat.
Nach den Wölfen der letzten Woche stehen für das kommende Wochenende die Löwen auf den Plan der Drachen. In der braunschweiger Löwenstadt wollen die SG-Damen Revanche nehmen für die 15 zu 16 Hinspielpleite gegen die Frauen des BTSV Eintracht Braunschweig II.
Im Hinspiel waren wir, bis auf den allerersten und dem letzten Treffer gegen uns, stets die dominierende Mannschaft auf der Platte. Einige Male waren wir sogar kurz davor uns entscheidend abzusetzen. Damals fehlte uns die entscheidende Konstanz im Angriff, zudem konnten wir fünf Mal den Siebenmeter nicht verwandeln.
Dies ist nun schon lange her. Momentan sind wir sehr gut eingespielt und haben eine gewisse Konstanz entwickeln können. Daher sind wir sehr optimistisch was die kommende Partie angeht. Allerdings muss das Drachenteam auf ihre starke Samantha Friese verzichten, da sie aufgrund einer Handverletzung pausieren muss.(Auf diesem Weg, gute Besserung Sammy)
Die Drachen werden alles tun damit die braunschweiger Güldenhalle nicht zur Höhle des Löwen wird. Daher holt den Drachen aus der Höhle, Attacke!!
Zweidorf - Bortfeld II : Eintracht Braunschweig II 15:16
Veröffentlicht am Montag, 31. Oktober 2011 13:28 Geschrieben von David Hoyer
Wir müssen nach dieser Niederlage unseren Hut vor dem effizienten Spiel der Eintracht ziehen, denn wenn man lediglich beim allerersten (0:1) Treffer der Partie und beim allerletzten (15:16) überhaupt je führt im Spiel, geht das eigentlich gar nicht besser... Zwischen diesen einzigen zwei Fühungen unserer Gegnerinnen haben wir das Spiel dominiert und waren einige Male kurz davor uns entscheidend abzusetzen. Doch leider konnten wir uns nie mit mehr als 5 Toren (6:1) absetzen und die Partie dadurch vorzeitig entscheiden.
Es war ein Auf und Ab in unserem Spiel und wie schon im letzten Match gegen Ehmen haperte es vor allem im Angriff an Konstanz und Durchschlagskraft. Zwar hielt die gegnerische Torfrau sehr gut, trotzdem haben wir sie zusätzlich noch zur Heldin geschossen, denn unsere Torausbeute war katastrophal. Wir vergaben alleine 5 Mal vom 7 Meterpunkt und unzählige Male frei vor dem Tor.
Um so ärgerlicher, denn die Abwehr war mit 16 Gegentreffern prinzipiell nicht schlecht, doch je länger die Partie dauerte, desto besser hatte sich die Rückraumschützin der Eintracht Hannah Wiegand eingeschossen und traf immer wenn unsere Führung wieder größer wurde die entscheidenden Anschlusstreffer nach Belieben (12:8, 14:12). Hätten wir 5 Minuten vor dem Schluß ruhig weiter gespielt und vorne das Tor getroffen wäre die Partie eindeutig und zu recht zu unseren Gunsten ausgegangen, doch zu viele technische Fehler und Nachlässigkeiten haben uns den Sieg gekostet.
Wir hoffen nun, dass wir in nächster Zeit etwas besser in Rhythmus kommen, denn die vielen Spielpausen haben uns offensichtlich nicht gut getan.
WOLFSBURG. Den ersten Auswärtssieg der neuen Saison peilen der VfL Wolfsburg III und der MTV Vorsfelde II in der Handball-Regionsoberliga der Frauen an. Der HSC Ehmen empfängt SG Zweidorf/Bortfeld II.
BTSV Eintracht Braunschweig II - MTV Vorsfelde II (Sa., 15.45 Uhr). Nach drei Spieltagen steht der MTV noch immer ohne Sieg da. Zuletzt waren die Vorsfelderinnen nah dran, die sicher geglaubten Zähler gegen Timmerlah gaben sie jedoch her. "Das haben wir selber zu verantworten, wir haben die Punkte liegen lassen", sagt Teamsprecherin Jenny Behrens. Umso mehr Bedeutung hat die Partie in Braunschweig. "In unserer Situation brauchen wir jetzt einen Sieg, wir wollen raus aus dem Tabellenkeller", betont Behrens. Gearbeitet hat der MTV am Offensivspiel. "Wir haben gegen Timmerlah immer wieder zu früh abgeschlossen, müssen die Angriffe besser ausspielen", so Behrens.
Wolfsburger Nachrichten: 6. Oktober 2011, Lokalsport Wolfsburg, Seite 34